Ein Film von Danis Tanovic
Frankreich / Belgien / Großbritannien / Slowenien 2001
98 Minuten, FSK: 16

Bosnienkrieg 1993. Unvermittelt stoßen in einem Schützengraben zwischen den verfeindeten Kriegsfronten, mitten im Niemandsland, zwei Soldaten aufeinander: Der kriegserfahrene Bosnier Ciki und der junge, naive Serbe Nino, zum erstenmal „im Einsatz”. Und zwischen ihnen auf dem Boden ein Verletzter, dem eine Mine untergeschoben wurde, die bei der kleinsten Bewegung zu explodieren droht.
Bald merken Ciko und Nino, dass es keine Rolle mehr spielt, wer von beiden die Oberhand behält – es geht darum, die eigene Haut zu retten, lebend aus dem Graben herauszukommen und Hilfe für den auf der Mine liegenden Cera zu holen. Die beiden versuchen in ihrer Zweckgemeinschaft, die Aufmerksamkeit der serbischen und bosnischen Lager auf sich zu ziehen, die sich unweit des Schützengrabens gegenüber liegen. Die allerdings überlassen diese heikle Angelegenheit lieber der UNO.
Die verfahrene Situation entwickelt sich zu einem mittleren internationalen politischen und medialen Zwischenfall: Dubois, ein französischer UN-Sergeant, will helfen, erhält aber von seinen Vorgesetzten, die sich am liebsten aus allem raushalten, keine Unterstützung. Ein englisches Kamerateam wittert eine Riesenstory und versucht, den scheinbar unwichtigen Vorfall in ein Medienspektakel mit Live-Berichterstattung zu verwandeln. Dazu kommen noch ein deutscher Minenentschärfer, ein UN-General, der sich in Szene setzen will – und verfeindete Kriegsparteien, die die Sprache ihrer vermeintlichen Helfer nicht verstehen (wollen) …
CANNES 2002: BESTES DREHBUCH
OSCAR 2002: BESTER AUSLÄNDISCHER FILM
GOLDEN GLOBE 2002: BESTER AUSLÄNDISCHER FILM

Januar 2005
No mans land
Jahresübersicht

5