Filmarchiv 2010

Januar

"Jagdhunde"
Drama - Deutschland 2006
ab 6 Jahren - 88 Min.

Winter in der Uckermark. Der 16-jährige Lars (Constantin von Jascheroff) und sein Vater Henrik (Josef Hader) sind auf einen einsamen Hof gezogen und werden als Außenseiter mit Verachtung gestraft. In dem dürftigen Verhältnis fühlt sich Lars noch mehr ausgeschlossen, als er kurz vor Weihnachten von einer Affäre zwischen seinem Vater und Tante Jana (Judith Engel) erfährt. Zum Glück freundet er sich mit Marie (Luise Berndt) an, mit der er durch die verschneite Landschaft zieht. Doch dann taucht unerwartet seine Mutter mit ihrem Liebhaber auf.

Tragikomödie, die mit bissiger Schärfe auf das Schlachtfeld der Gefühle zieht. Mit Gespür für immer neue Absurditäten steuert Debütantin Ann-Kristin Reyels durch die dysfunktionale Ost-Familie, deren Oberhaupt von Josef Hader in sarkastischer "Brenner"-Manier gespielt wird.

 

Schwarzer Humor
Im Winter

26. und 27. Februar

"Der Knochenmann"
Thriller/Komödie,
Österreich 2009
ab 16 Jahren - 126 Min.

Ein mickriger Auftrag von seinem alten Freund Berti (Simon Schwarz) führt den Brenner (Josef Hader) in die schneebedeckte Provinz zur Grillstation Löschenkohl (Inhaber: Josef Bierbichler), die für ihre Backhendl berühmt ist. Der Schock: Im Knochenmehl der Hühner finden sich auch menschliche Spuren! Mit detektivischem Spürsinn deckt Brenner auf, was hier an Verbrechen vor sich geht. Doch dann verdreht ihm die fesche Köchin Gitti (Birgit Minichmayr) den Kopf.

Kult-Detektiv Brenner erlebt wieder ein famos satirisch-komisches Abenteuer, das wie die originellen Vorgänger "Komm, süßer Tod" und "Silentium" aus der spitzen Feder von Wolf Haas stammt. Kabarettist Joseph Hader spielt den abgewrackten Schnüffler mit Wiener Schmäh.


28. Februar und 02. März

"Die Kunst des
negativen Denkens"

Tragikomödie
Norwegen 2006
ab 12 Jahren - 79 Min.

Seit ihn ein schwerer Unfall an den Rollstuhl gefesselt hat, sieht der 33-jährige Geirr (Fridtjov Såheim) die Welt in den schwärzesten Farben und hört nur noch Johnny Cash. Seine üble Laune treibt Freundin Ingvild (Kirsti Eline Torhaug) in die Verzweiflung. Ihr Versuch, die Beziehung zu retten, bringt Gruppentherapeutin Tori (Kjersti Holmen) in ihre Villa. Mit striktem positiven Denken wollen sie und ihr Trupp vorbildlicher Behinderter Geirr zum Umdenken zwingen.

Rabenschwarze Nordlichter-Komödie, bei der ein Deprimierter einer Bande Gutmenschen die Heuchelei mit Sarkasmus austreibt. Eine wüste Nacht voller Sex, Drugs & Rock'n'Roll samt gewisser Einsichten folgt in dem bissigen Spaß zwischen "Idioten" und "Einer flog über das Kuckucksnest".

 

März

"Die Päpstin"

Historienfilm/Drama - D/I/Span. 2009
ab 12 Jahren - 148 Min.


Im Jahr 814 n. Chr. wird Johanna geboren und lehnt sich bald auf gegen den ihr vorbestimmten und eingeschränkten Weg als Frau. Sie ist davon überzeugt, dass Gott für sie etwas anderes vorgesehen hat. In jungen Jahren verliebt sie sich in den Edelmann Gerold. Während er in den Krieg zieht, besinnt sie sich ihrer Bestimmung und tritt
unter dem Namen Johannes als Mann verkleidet ins Benediktinerkloster ein. Sie wird Arzt, geht nach Rom und steigt in der kirchlichen Hierarchie immer weiter auf.

 

April

"Louise Hires a Contract Killer"

Komödie/Drama - Frankreich 2008
ab 16 Jahren - 95 Min.


Die Arbeiterinnen in einer Fabrik in der Picardie sind perplex. Sie haben auf Urlaub verzichtet, um ihre Arbeitsplätze zu sichern, und dann stehen sie eines Morgens in der über Nacht leer geräumten Halle. Der Chef hat sich aus dem Staub gemacht. Eine Gruppe von zehn Frauen überlegt, wie sie etwas Neues auf die Beine stellen könnten. Louises Vorschlag, einen Hitman zu engagieren und ihn auf den verschwundenen Boss anzusetzen, gefällt allen. Louise treibt Michel auf, der eigentlich keiner Fliege etwas zu Leide tun kann.

 

Mai

"Unser täglich Brot"

Dokumentarfilm - Österreich 2003-2005
ab 12 Jahren - 92 Min.

Was bei uns täglich auf dem Esstisch landet, ob Brot, Fleisch, oder Gemüse, wird industriell fabriziert. Dennoch bleibt für gewöhnlich verborgen, wie diese Massenproduktion vonstatten geht. Es sind sterile Orte, die surreal wirken. Funktionelle Räume, die für Produktionsabläufe optimiert sind. Kühle Industrien, in denen Individuelles verloren geht. Es wird viel, schnell und einfach hergestellt: Schweineinnereien müssen sortiert, Rinder mit der Kettensäge halbiert werden; automatische Pflückanlagen rupfen Paprikastauden, Maschinen wickeln sie in Plastik.

Meditativer Denkanstoss über die Massenproduktion von Lebensmitteln. Nikolaus Geyrhalter ("Elsewhere") verzichtet auf jeden Kommentar - seine unvoreingenommenen Bilder sprechen für sich und schrauben sich mit ihrer Rhythmik ins Bewusstsein.

Juni

"Slumdog Millionär"

Drama - GB/USA 2008
ab 12 Jahren - 120 Min

Es ist der größte Tag seines Lebens: Jamal
(Dev Patel) steht bei der indischen Ausgabe der TV-Show "Wer wird Millionär?" vor der Jackpotfrage. 14 Mal hat er bereits richtig geantwortet, morgen winkt der Hauptgewinn. Doch der Moderator glaubt nicht, dass ein ungebildeter Armer, ein Slumdog aus Mumbai wie er, die Antworten wissen kann. Während ihn die Polizei brutal verhört, kennt Jamal nur ein Ziel: seine große Liebe Latika (Freida Pinto) wiederfinden.

Herausragendes Schicksalsdrama à la Bollywood um das Leben eines mittellosen Elends-Kids, das ingesamt acht Oscars einheimste. Die populäre Sendung dient Danny Boyle ("Trainspotting") bei seinem großen Wurf nur als Rahmen für eine herzzerreißende Odyssee zur Armut, Liebe und der flirrenden Metropole Mumbai.

 

August

KINO IM SCHLOSS KLIPPENSTEIN

"Das Piano"
Drama - Australien/Frankreich 1992
ab 16 Jahren - 120 Min

Die stumme Ada wird mit ihrer Tochter und ihrem Piano am Strand von Neuseeland abgesetzt, um eine arrangierte Ehe einzugehen. Ihr Gatte weigert sich jedoch, das geliebte Instrument durch den unwegsamen Dschungel transportieren zu lassen. Das besorgt der eremitenhafte Arbeiter Barnes, der das Klavier in sein Haus schafft und einen Pakt mit Ada schließt: Sie darf auf dem Klavier spielen, wenn er sich gewisse Freizügigkeiten leisten darf. Langsam entsteht eine innige erotische Verbindung zwischen den beiden.

September

"Die Band von Nebenan"
Komödie/Drama - Frankreich/Israel 2007
ab 0 Jahre - 88 Min.

Auf die Einladung eines arabischen Kulturzentrums hin reist ein achtköpfiges ägyptisches Polizei-Orchester nach Israel, um bei der Eröffnung zu spielen. Doch als sie am Flughafen ankommen, holt niemand die blau uniformierten Musiker ab. Vollkommen verloren stranden sie und ihr Chef Tewfik (Sasson Gabai) in einem kleinen staubigen Wüstenort. Nur bei der Imbiss-Wirtin Dina (Ronit Elkabetz) finden sie Unterschlupf für eine überaus bewegte Nacht.

 

November

"Das Konzert"
Drama/Komödie - Frankreich/Belgien/Italie. 2009
ab 0 Jahre- 122 Min.

Der Dirigent des Bolschoi-Orchesters verliert seinen Job, weil er seine jüdischen Mitarbeiter nicht entlassen will. Nun arbeitet er als Putzmann an seiner einstigen Wirkungsstätte. Dort lässt er ein Fax mit der Einladung des Orchesters nach Paris aus dem Büro des Direktors verschwinden und hat die verrückte Idee, mit seinem Orchester in alter Besetzung unter falschem Namen im Théâtre du Châtelet zu spielen. Bereits die Fahrt nach Paris wird zu einem Desaster, doch das Konzert allem Unbill zum Trotz ein Erfolg.

 

Dezember

"Chicken Run"
Trickfilm/Komödie - GB/USA 2000
ab 6 Jahren - 84 Min.

Auf der Tweedy-Farm herrscht der Ausnahmezustand: Nachdem jedem eingepferchten Huhn dort bislang nur bei Nichterfüllung des Plansolls das Ende als Brathähnchen blühte, droht nun allen Hennen der Garaus. Grund: Die habgierige Farmersfrau will umsatteln: von der Eier- auf die Hühnerpasteten-Produktion. Also bleibt dem Federvieh nichts anderes übrig, als auf Ginger zu bauen, einer Meisterin in (misslungenen) Fluchtversuchen. Als aber dann Rocky, der sich als Flughahn vorstellt, im Lager "notlandet", scheint der Traum vom Leben in Freiheit möglich...

 

 

 

 

 

 

Buena Vista e.V. - Rechenschaftsbericht für das Jahr 2010

Das neue Jahr ist nun schon ein paar Wochen alt; was den Kinoverein betrifft, hat es schon ein reguläres Kinowochenende und das Winterspecial hinter sich. Bevor wir uns noch weiter von den Filmen und Programmen des vergangenen Jahres entfernen, sei hier noch einmal Gelegenheit zum Rückblick. Die Retrospektive ist mitunter eine trügerische Schlange, doch es hat nichts von Schönfärberei, die Vereinsarbeit der letzten Monate als produktiv und zufriedenstellend zu beurteilen. Besonders hervorzuheben ist zunächst, dass sich mit Anett und Dirk der Mitgliederstab wieder vergrößert hat; beide bereichern den Buena Vista e.V. durch ihre Ideen und ihre Freude am Kino. Anett ist seit Januar 2010 Mitglied des Vereins, Dirk ist im Juni wieder dazugestoßen.

Im Februar vergangenen Jahres haben wir eine neue Art der Sonderveranstaltung eingeführt: Neben dem Filmfest im Herbst gab es nun noch ein Winterhighlight, ein Filmdoppel unter einem bestimmten Thema. 2010 nannten wir dieses Special „Schwarzer Winter“; mit dem Knochenmann und der Kunst des negativen Denkens zeigten wir zwei ausgesprochen schwarzhumorige Filme, die gut besucht waren. Das Winterdoppel und die Filmfestveranstaltungen hatten mehr Besucher als die regulären Vorführungen; ob das thematisch bedingt ist, sich durch die intensivere Werbung erklärt oder möglicherweise besondere Events für das Publikum reizvoller sind, ist auf Grundlage dieser Beobachtung nicht zu sagen, doch es ist für die weitere Arbeit förderlich zu wissen, dass der höhere Aufwand, den Zusatzprogramme bedeuten, durch höhere Gästezahlen aufgewogen wird.
Die regulären Veranstaltungen hatten ungefähr dieselben Besucherzahlen wie in den vergangenen Jahren; ausverkauft waren in diesem Rahmen lediglich die beiden Abende, an denen „Die Päpstin“ auf dem Programm stand. Der Familienfilm des vergangenen Jahres, „Chicken run“ hatte nur sieben Besucher – ein mageres Ergebnis.
An einem der ausverkauften Abende kam es zu einem medizinischen Notfall; eine Frau wurde ohnmächtig – zum einen lagen die Gründe bei ihr selbst (sie hatte den Tag über wenig getrunken und sich viel bewegt), zum anderen aber an der schlechten Luft – einem Problem, das häufig auftritt, wenn viele Leute in der Kinobar sitzen und die Fenster geschlossen sind. Die Situation wurde von Claudia professionell gelöst, und wir haben daraus Konsequenzen gezogen. Zum einen muss auf regelmäßiges Lüften geachtet werden, zum anderen liegt eine Art Notfallplan im Kino aus.
Beim Filmfest war an vier Abenden das Kino ausverkauft: zur Eröffnung bei „Brot und Tulpen“, zu „Irina Palm“, zum „Dorflehrer“ und beim Amateurfilmwettbewerb. Die anderen Filmfestabende waren jedoch ebenfalls sehr gut besucht. Die erstaunliche Resonanz der Besucher hat sicher mit dem Thema des Festes zu tun; „Alles Liebe...“ war ein Motto, mit dem jeder sofort etwas anfangen konnte, Männer und Frauen gleichermaßen. Das Publikum war sehr heterogen und von Abend zu Abend unterschiedlich zusammengesetzt; es ist uns also gelungen, verschiedene Geschmäcker anzusprechen.
Nicht nur beim Filmfest, sondern bei allen Veranstaltungen haben wir ein Vorprogramm präsentiert. Häufig waren das Vorträge; bei „Jagdhunde“ etwa eine kurze Auflistung weihnachtlicher Katastrophen (also Wohnungsbrände, Beziehungskrisen, Einbrüche etc.). bei „Louise hires a contract killer“ eine Sammlung realer Fälle von Chefkidnapping, beim „Konzert“ ein Vortrag zum Regisseur Radu Mihaileanu. Diese Vorträge waren keine Verlegenheitslösung, sondern boten sich an; das mitunter anekdotenhafte Moment machte sie teilweise sehr unterhaltsam. Daneben gab es einmal sehr schöne Live-Musik und mehrfach kulinarische Extras: beim Schwarzen Winter einen makaberen Litschi-Augen-Drink, bei „Unser täglich Brot“ Biobrot mit verschiedenen Aufstrichen (von denen das meiste aber wir selber gegessen haben). Zu „Chicken Run“ hätten die Kinder Knetmännchen bauen können; da die Idee zu schön war, um quasi unbemerkt zu versickern, wurde sie im Januar 2011 für „Mary und Max“ noch einmal aufgegriffen und vom Publikum begeistert angenommen. Auch mit den Filmfestvorprogrammen können wir zufrieden sein; die Dekoration, die Fotoausstellung, der Sketch von Dirk und Ecke, die selbst gebastelte Peepshow, das Bogenschießen und die musikalischen Gäste kamen gut an.
Zum Eröffnungsabend war die Stimmung vereinsintern aufgrund missverständlicher Absprachen getrübt; es herrschte Uneinigkeit über die zeitlichen und örtlichen Abläufe; der große Erfolg des Abends und der entsprechende Abstand, den es manchmal braucht, halfen schließlich, die Situation im Nachgang zu klären. Wir sollten uns grundsätzlich bemühen, bei anstehenden Aufgaben oder Fragen bzw. in Momenten der Überlastung rechtzeitig das Gespräch mit anderen zu suchen, um Ärger oder Missverständnisse zu vermeiden.
Insgesamt lief die vereinsinterne Zusammenarbeit aber gut. Wie schon in den Vorjahren machte beispielsweise die gemeinsame Bastelaktion für die Filmfestwerbung großen Spaß, und das Ergebnis war so aufsehenerregend, dass Rolf bei der Demontage nach dem Filmfest spontan zwei der Amor-Figuren verschenkte. Auch die Vorbereitung der Vereinsstraße war sehr gut und konstruktiv – den Dauerregen hatten wir dann allerdings nicht bestellt. Es ist hervorzuheben, dass nach wie vor ein Großteil der Arbeit bei Rolf und Sybill liegt; Rolf ist nach wie vor der einzige, der die 35mm-Anlage bedient und das nicht nur beim Filmfest jeden Tag übernommen hat. Claudia zauberte Monat für Monat schöne Eintrittskarten, Anne kümmerte sich souverän um die Finanzen – jeder brachte sich nach seinen Fähigkeiten und seinem Zeitbudget ein. Im vergangenen Jahr traten jedoch zunehmend Schwierigkeiten bei der Terminfindung auf, weil bei einem Teil der Vereinsmitglieder immer wieder mehrere Verpflichtungen miteinander konkurrieren. Das erwies sich bei der Vorbereitung des Filmfestes als besonders schwerwiegend und führte zeitweise zum Gefühl, mit anstehenden Aufgaben allein gelassen zu sein. Die Entscheidung, die Vereinssitzungen regelmäßig am ersten Montag im Monat stattfinden zu lassen, soll aus diesem Grund längerfristige Planung zulassen.
Gut war auch, dass wir nach wie vor bestehende Kontakte zu anderen Vereinen pflegten – wir arbeiteten wieder mit dem Schloss Klippenstein sowie dem Seifersdorfer Schlossverein zusammen. Im Dezember ergab sich mit den Betreibern des neuen Liegauer Cafés noch ein möglicher zusätzlicher Kooperationspartner; doch mit dem ersten Anlauf der Zusammenarbeit zum Liegauer Weihnachtsmarkt waren beide Seiten nicht recht zufrieden. Für die Zukunft müssen die Erwartungen, die aneinander gerichtet werden, besser abgesprochen sein, und es ist noch nicht zu beurteilen, ob sich eine dauerhafte Zusammenarbeit ergibt.
Was unsere Planung und Programmgestaltung ungemein erleichterte, war die Anschaffung eines eigenen Beamers. 2010 zeigten wir fünfmal Filme auf DVD; das ist nun völlig ohne Ausleihstress möglich. Außerdem ist es praktisch, auch für Vorprogramme und Ankündigungen den Beamer vor Ort zu haben. Die Filmauswahl des vergangenen Jahres war grundsätzlich gut und recht abwechslungsreich; die Filme waren ausnahmslos zeigens- und sehenswert. Es ist jedoch festzustellen, dass alle Produktionen jüngeren Datums waren, die Mehrheit aus dem europäischen Raum stammte und wir vorrangig Dramen und Komödien zeigten. Für die künftige Planung wäre – auch mit Blick auf unsere ehrgeizigen Formulierungen in der Gründungserklärung – mehr Vielfalt in jeder Hinsicht anzustreben.
Über unser Programm wurde regelmäßig in der Presse berichtet. Wie auch schon 2009 war die Kommunikation mit den Zeitungen eher unbefriedigend; besonders die kostenlosen Blätter taten sich mitunter schwer damit, unsere Pressemitteilungen zu veröffentlichen. Die Lokalredaktion der Sächsische Zeitung war als einzige an kontinuierlicher Berichterstattung interessiert; die PluSZ nahm uns nur sporadisch in ihre Kinoseite auf. An dieser Situation können wir selbst jedoch kaum etwas ändern, Probleme in der Zusammenarbeit mit den Zeitungen ergeben sich meist aus unklaren Verantwortlichkeiten bei den Redaktionen und, was die Lokalzeitungen angeht, mangelndem Interesse von Seiten der Zeitungsmacher. Eine wichtige Werbeplattform waren für uns die Litfasssäule, die Rolf immer mit Ankündigungen tapezierte, die Homepage, beständig aktualisiert von Rolf und Claudia, und der Mailverteiler, der allerdings mehrfach sehr knapp versendet wurde.

Insgesamt können wir mit der Vereinsarbeit des vergangenen Jahres also zufrieden sein. Wir haben alle Vorhaben umgesetzt, die wir uns vorgenommen hatten; der Vorstand ist seinen Aufgaben gerecht geworden. Die Idee des Filmdoppels im Februar wurde 2011 wiederholt; der Erfolg auch des letzten Filmfestes lässt uns ein neues planen. Im Rahmen unserer Möglichkeiten haben wir viel erreicht; es bleibt zu wünschen, dass wir auf diesem Weg weiterarbeiten. Schön wäre, wenn es uns gelänge, noch Mitstreiter zu werben, um durch deren Ideen in unserer Planung bereichert zu werden.

Antje Junghanß, Vereinsvorsitzende