2016

 

Januar
„Amy“

Dokumentation, USA 2015, 127 min, ab 0 Jahre

 

Amy Winehouse war eine waschechte Ausnahmekünstlerin. Mit persönlichen Songtexten, die sie mit ihrer charakteristischen Soulstimme zum Leben erweckte, begeisterte und berührte die Britin eine weltweite Fangemeinde. Sie verkaufte mehrere Millionen Platten und gewann sechs Grammys. Aber ihre kometenhafte Karriere war nur von kurzer Dauer, schließlich sind ihr die Drogen zum Verhängnis geworden: Im Alter von gerade einmal 27 Jahren starb Winehouse an einer Alkoholvergiftung. Filmemacher Asif Kapadia widmet sich in seiner Dokumentation dem kurzen Leben der Sängerin. Mithilfe von zuvor unveröffentlichtem, privatem Material zeigt Kapadia, wie Winehouses Erfahrungen mit Familie, Freunden, anderen Musikern und Medien sich in ihrem künstlerischen Schaffen niedergeschlagen haben und stellt direkte Zusammenhänge her.

Amy Winhouse: “Ich denke nicht, dass ich berühmt werde. Ich glaube, ich könnte auch nicht damit umgehen.”

  Aufwühlender Dokumentarfilm über die für ihre Musik und ihre Exzesse berühmte, zu früh verstorbene Sängerin Amy Winehouse.

 

Februarspecial - in Episoden

 

26. und 27. Februar
„Wild Tales – Jeder dreht mal durch“

Thriller/Komödie/Drama, Argentinien/Spanien 2015, 122 min, ab 12 Jahre
 

In diesem argentinischen Episodenfilm steht vor allem eines im Mittelpunkt: die Wut.
Und so werden sechs kurze Geschichten erzählt, in denen die Hauptfigur allen Grund hat, an die Decke zu gehen.

In "Pasternak" entdecken die Reisenden in einem Flugzeug, dass alle denselben gescheiterten Musiker kennen.
In der zweiten Episode "Die Ratten" muss sich eine Kellnerin mit einem Mann aus ihrer Vergangenheit  auseinandersetzen,
der ihre Eltern in den Ruin trieb.
In "Straße zur Hölle" sorgt ein aggressiver, mitten im Nirgendwo ausgetragener Zweikampf für Blutvergießen.
In "Bombita" setzt sich der gleichnamige Held mit unorthodoxen Mitteln gegen Abschleppwagen und Strafzettel zur Wehr.
In der vorletzten Episode "Die Rechnung" geht es um die schmutzigen Einzelheiten einer Fahrerflucht.
Und in "Bis dass der Tod uns scheidet" findet eine frischgebackene Braut heraus, dass ihr Angetrauter sie betrogen hat. Ihre Entrüstung darüber bringt so manchen Hochzeitsgast ins Krankenhaus…

Sechs nur thematisch zusammenhängende Kurzfilme feiern die befreiende Lust daran,
seiner aufgestauten Wut mal so richtig freien Lauf zu lassen.

 

28. Februar und 1.März
„Von Menschen und Pferden“

 

Tragikomödie, Romanze, Island/D 2015, 81 min, ab 12 Jahre
 

In einer dünnbesiedelten Gegend Islands pflegen Mensch und Pferd ein enges, wenn auch manchmal ambivalentes Verhältnis.
Ob ein reicher Farmer Liebesdrang spürt und sich auf der Stute zu seiner Angebeteten aufmacht, ein Säufer den falschen Wodka erwischt, ein Starrkopf sich nicht durch Stacheldrahtzäune aufhalten lässt, ein Tourist sich in Schnee und Eis verirrt oder eine junge Frau den Männern zeigt, was in ihr steckt – immer sind Pferde Partner des Menschen, der seine Tragödien selbst verschuldet.


Absurd-selbstironischer Episodenfilm über das enge Verhältnis zwischen Mensch und Pferd in der wunderschönen Weite Islands.

 

 

 

März
 „Das Labyrinth der Wörter“

Komödie/Drama, F 2011, 82 min, ab 6 Jahre

 

Der korpulente und ungebildete Arbeiter Germain um die 50 trifft auf die feinsinnige und kultivierten Margueritte mit über 90.
Das ungleiche Duo sitzt auf der Parkbank. Sie liest ihm aus Romanen vor und öffnet ihm die Tür zur Literatur – einer für ihn fremden Welt, warf er doch kurz zuvor noch den Guide Michelin und den “Guide Maupassant” in einen Topf.
Seine Kumpels beobachten Germains Wandlung mit Skepsis.

 Jean Becker frönt in dieser sanften Komödie erneut seiner filmischen Leidenschaft, dem einfachen Leben auf dem Land und der großen Menschlichkeit "einfacher" Leute. Ein 50-Jähriger lernt durch eine über 90-Jährige die Lust am Lesen kennen.

 

April
Immer nie am Meer“

Drama/Schwarzer Humor, Österreich 2007, 88 min, ab 12 Jahre

Der österreichische Archäologieprofessor Baisch fährt mit seinem alkohol- und tablettensüchtigen Schwager Anzengruber nach einer Feier nachts heim. Unterwegs lesen sie den verunglückten Kleinkünstler Schwanenmeister auf. Kurz darauf haben auch sie einen Unfall, kommen von der Straße ab und sind in ihrer gepanzerten Limousine hoffnungslos zwischen zwei Baumstämmen eingeklemmt. Verletzt warten sie fast ohne Proviant auf Rettung und fallen sich bald böse auf den Wecker.

 Sarkastische, bitterböse Komödie um drei in einem Auto eingesperrte Unsympathen.

 

 

Mai
„Der Sommer mit Mama“

Drama, Brasilien 2015, 111 min, ab 0 Jahre

 

Seit 13 Jahren arbeitet Val als Haushälterin und Kindermädchen für eine reiche Familie und obwohl ihr immer wieder gesagt wird, dass sie doch längst ein Familienmitglied sei, hält sich Val stets an die von ihr verinnerlichten Regeln, die sie für standesgemäß hält. Für den 17-jährigen Fabinho ist sie so etwas wie eine zweite Mutter, dennoch würde sie sich nie erdreisten, mit der Familie am Tisch zu sitzen oder es sich im Haus gemütlich zu machen. Dann kommt aber Vals hübsche Tochter Jéssica zu Besuch und wirbelt das Leben ihrer Mutter und deren Arbeitgeber gehörig durcheinander. Jéssica wurde einst von Val zur Pflege in eine andere Familie gegeben, damit Val Geld verdienen gehen konnte. Inzwischen ist sie erwachsen, möchte in São Paulo studieren und hält nichts von den archaischen Regeln, die ihre Mutter so streng befolgt…

Drama über Klassenunterschiede, die hervorbrechen, als die entfremdete Tochter einer Haushälterin plötzlich wieder zurückkehrt.

 

Juni
 

„Ein griechischer Sommer“

Komödie, Frankreich 2012, 95 min, ab 6 Jahre

 

Auf einer sonnigen Ägäisinsel geht das Leben seinen gemächlichen Gang. Das ändert sich, als der 14jährige Yannis einen winzigen ausgehungerten Pelikan von der Fähre mit nach Hause bringt und ihn vor seinem miesepetrigen Vater versteckt.
Aus dem entkräfteten Federbündel wird der wunderschöne große Vogel Nicostratos, der zur Attraktion wird.
Die Touristen kommen plötzlich in Scharen, lassen ihr Geld bei den zufriedenen Inselbewohnern.

Die Freundschaft eines Jungen zu einem Pelikan bringt den Einwohnern einer abgelegenen Insel kurzfristig unverhofften Geldsegen: Ein Sommerfilm für die ganze Familie.

 

 

August
 

„Les Misérables“   

Musical, Großbritannien 2012,157 min, ab 12 Jahren

Regie: Tom Hooper

 

Vor dem Hintergrund der Pariser Barrikadenkämpfe von 1832 wird das Schicksal des Ex-Häftlings Jean Valjean geschildert, der versucht, in der Gesellschaft wieder Fuß zu fassen, jedoch über Jahre hinweg
vom unerbittlichen Inspektor Javert verfolgt wird.
Leinwandadaption der Musical-Fassung von Victor Hugos sozialkritischem Romanklassiker "Die Elenden". Das Besondere an dieser Produktion ist, dass erstmals die Vocals einer vollständigen Musicalverfilmung komplett am Set aufgenommen wurden und nicht, wie sonst üblich, schon einige Monate vorher im Studio eingesungen wurden. Die Darsteller wurden am Set von einem Pianisten begleitet, der sich nach Tempo und Interpretation der einzelnen Darsteller richtete. In der Postproduktion wurde dann das Orchester hinzugefügt.
 

 

 

 

September,
 

„Ich bin dann mal weg“

Komödie, Deutschland 2015, 92 min,  ab 0 Jahren

Regie: Julia von Heinz

Adaption von Hape Kerkelings gleichnamigen Bestseller über seine Auszeit und Erfahrungen auf dem Jakobsweg

Hans-Peter, genannt Hape, ist ein deutscher Komiker und Entertainer.
Nach einem Zusammenbruch auf der Bühne und einer anschließenden Gallen-Operation verordnet der Arzt Ruhe,
doch die erträgt Hape zu Hause nur schwer. Also nutzt der Mann sein halbes Jahr Auszeit für eine große Unternehmung: Er will den Jakobsweg von Frankreich bis ins spanische Santiago de Compostela gehen. Neben der körperlichen Herausforderung hofft er, auch innerlich wieder Sinn in seinem Leben zu finden. Auf seinem Weg trifft Hape andere Pilger, die jeweils ganz persönliche Motive für die Wanderung haben.
Verfilmung von Hape Kerkelings gleichnamigem Bestseller.

 

 

Oktober,
„Mustang“

Drama, Deutschland /Frankreich /Türkei 2015, 94 min, ab 12 Jahre

Regie: Deniz Gamze Ergüven

Drama über fünf türkische Schwestern, die in ihrem Heimatdorf für Freiheit kämpfen.

In einem Dorf, 2000 Kilometer entfernt von der Metropole Istanbul, leben fünf elternlose Schwestern im Haus
des Onkels und der Großmutter. Als ihr harmloses Herumtollen am Strand einen Skandal auslöst, beginnt die streng muslimische Familie stärkere Kontrolle auf die Mädchen auszuüben. Trotzdem schaffen es die Mädchen immer wieder, aus ihrem strengen Alltag auszubrechen – bis die Familie die Mädchen zu verheiraten plant.

 

 

November
„Danish Girl“

Drama, Großbritannien /USA 2015, 120 min,  ab 6 Jahren,

Regie: Tom Hooper

Drama um den Künstler Einar Wegener, der sich mit Unterstützung seiner Frau zur Frau umoperieren lässt

Im Kopenhagen der 1920er Jahre führen das Künstlerpaar Einar und Gerda Wegener eine glückliche Ehe.
Als ein Model, das für Gerda posieren sollte, nicht auftaucht, wird Einar kurzerhand als Frau verkleidet. Er verkörpert diese sehr überzeugend und entdeckt dabei seine weibliche Seele. Zusammen mit Gerda schafft er schließlich das weibliche Alter Ego Lili Elbe. Gerda lässt ihn immer öfter posieren und wird mit den Bildern von Einar alias Lili künstlerisch erfolgreich. Nachdem Einar bei einer öffentlichen Veranstaltung als Lili auftritt und völlig in der weiblichen Rolle aufgeht, führt das scheinbar harmlose Rollenspiel des Ehepaars zu einer lebensverändernden Wandlung.

 

 

 Dezember
„Die Winzlinge – Operation Zuckerdose“

Animations- & Zeichentrickfilm, Belgien /Frankreich 2013,  88 min,  ab 0 Jahre

Regie: Thomas Szabo

Animationsfilm über zwei verfeindete Ameisenstämme, die im Park um die Reste eines Picknicks streiten.

In einem wunderschönen Tal leben viele winzige Tierchen friedlich miteinander, bis eines Tages eine schwarze Ameise einen Schatz entdeckt: eine vergessene Zuckerdose. Darin versteckt sich ein kleiner Marienkäfer, der seine Familie verloren hat. Die Ameisen und der Käfer freunden sich an und machen sich auf, die süße Beute zum heimatlichen Hügel zu tragen. Doch ein Stamm roter Ameisen hat es ebenfalls auf die Zuckerdose abgesehen.
Eine tollkühne Jagd durch Wiesen, Wälder und Flüsse beginnt.