2018

 

Januar
 

„Die andere Seite der Hoffnung“

Drama Deutschland/Finnland  2017, 100 Min, ab 6, Regie Aki Kaurismäki    

Der syrische Mechaniker Khaled (Sherwan Haji) will mit seiner Schwester nach Europa flüchten, doch auf der Route werden sie voneinander getrennt. Auf einem Kohlefrachter kann er sich zufällig nach Helsinki retten, nur um auf eine noch beschwerlichere Odyssee zu gehen. Khaled hat noch nicht die Bekanntschaft mit dem Zynismus der Bürokratie gemacht. Und als sein Asylantrag abgelehnt wird, beschließt er wie viele andere, illegal auf der Straße zu leben. Auf seinen Wanderungen als Obdachloser macht er Erfahrungen mit der harten Realität des allgegenwärtigen Rassismus, aber auch mit aufrichtiger Nächstenliebe und Gastfreundschaft. Der verheiratete Handelsvertreter Waldemar Wikström (Sakari Kuosmanen) will einen Neuanfang wagen. Er trennt sich von seiner alkoholsüchtigen Frau und beginnt eine Karriere als Poker-Spieler. Dabei scheint das Leben das erste Mal auf seiner Seite zu stehen. Die Wege der beiden ungleichen Männer kreuzen sich auf schicksalhafte Weise. Schon bald verbindet sie eine tiefe Kameradschaft, durch die sie die Absurditäten und Unwegsamkeiten des Lebens umschiffen können.

 

28. Januar
 

Stummfilm mit Orgelbegleitung

in der Stadtkirche Radeberg

"Faust"

 

 Basierend auf Motiven der Volkslegende sowie der Dramatisierung von Christopher Marlowe und J.W. Goethe erzählt „Faust“ die Geschichte des gleichnamigen Gelehrten, der von Mephisto in Versuchung geführt wird. Mephisto hatte nämlich in einem Streit mit dem Erzengel Gabriel behauptet, er könne jeden Menschen vom Weg Gottes abbringen. Um den alten Faust zu verführen, läßt Mephisto das Land von der Pest heimsuchen; da die sterbenden Menschen den Gelehrten um Hilfe anflehen und dieser trotz seiner Gebete keine Hilfe von Gott erhält, sucht er Rat beim Teufel. Um ihn für sich zu gewinnen, verspricht Mephisto Faust die ewige Jugend und alle Schätze dieser Welt. Faust läßt sich auf den Pakt ein und verschreibt damit seine Seele dem Teufel. Fortan muß Mephisto ihm alle Wünsche erfüllen.

  

 

 

 

Februar
 

Special zum Jubiläum
 

16 Jahre
 

Buena Vista e.V.

 

Wir lassen es passend zur FSK 16 so richtig krachen!

 

Es erwarten sie 2 Filme an 4 Tagen,
 Live-Musik, leckere schwedische Snacks
und ein feiernder Buena Vista e.V.!

 am Samstag, dem 3.2.18 bringt uns

Andreas Zöllner

 


(sicher nicht nur) ein Ständchen!


"Glücklich, die ihr betrunken sein könnt"

Andreas Zöllner - Homepage

 

„Wie im Himmel“

Tragikomödie Schweden 2004, 133 min, ab 12

Wie im Himmel: Ein Dirigent findet in einem ländlichen Kirchenchor in der schwedischen Provinz seine Berufung und sein Glück.

Der weltberühmte Dirigent Daniel Dareus (Michael Nyqvist) wird vom körperlichen Kollaps aus der vormals steilen, internationalen Karrierebahn geworfen. Er kehrt in sein schwedisches Heimatdorf zurück und findet nach einer klärenden Phase der Rekonvaleszenz eine neue Bestimmung als kreativer Leiter des ortsansässigen gemischten Kirchenchors. Dort verliebt er sich bald in die hübsche Lena (Frida Hallgren) und betätigt sich als Lebenshelfer in der Not, was jedoch nicht überall auf christliche Gegenliebe stößt.

In dieser mit kauzigen Typen reich gesegneten Mischung zwischen Culture-Clash-Komödie und Sinnfindungsdrama erweist sich einmal mehr der dörfliche Mikrokosmos als heilsames Pflaster für gehetzte Karrieremenschen.

 

„Wie auf Erden“

Tragikomödie Schweden 2015, 135 Min, ab 6, Regie Kay Pollak

 

Nach dem schwedischen Hit „Wie im Himmel“ aus dem Jahr 2004, in der Daniel Dareus (Michael Nyqvist) im verschlafenen Kirchenchor auf der Provinz für neues Leben sorgt, setzt die Handlung zehn Jahre später an. Seine hochschwangere Frau Lena (Frida Hallgren) ist am Boden zerstört, als ihre große Liebe nicht mehr Teil ihres Lebens ist. Auch der Kirchenchor leidet schwer unter dem Verlust ihres Stardirigenten. Die Kollekte in der Kirche sieht nehmend mau aus und Priester Stig (Niklas Falk) weiß selbst keinen Rat. Als er sich verstärkt dem Alkohol verschreibt, muss ausgerechnet er Lena bei der Geburt ihres Kindes helfen. Er besinnt sich auf die gesanglichen Qualitäten der neuen Mutter und engagiert sie, um das Werk ihres Mannes fortzuführen. Die ist natürlich mit viel Leidenschaft dabei, doch gerät sie leicht ins Straucheln, als in ihrer Planung für das große Jubiläumskonzert, erste Probleme aufkommen. Zum einen stoßen ihre unkonventionellen Methoden im verschlafenen Örtchen schnell auf Missfallen, vor allem als neben dem Gesang nun auch das Tanzbein geschwunden werden soll und die frisch erkorene Chorleiterin muss direkt um ihren neuen Job bangen. Zum anderen übernimmt sie sich in ihrer Planung und sieht bei weitem mehr Sänger vor, als die Ortschaft überhaupt Bewohner hat.  Lenas Aufgabe erweist sich nicht nur für sie selbst als Zerreißprobe, sondern auch für die gesamte Gemeinschaft.

 

 

 März
 

„Wilde Maus“

Tragikomödie D/Österreich 2017, 103 min, ab 12, Regie-Debüt Josef Hader

Der 50-jährige Georg (Josef Hader) ist Musikkritiker in Wien und hält sich selbst für außergewöhnlich gut. Dennoch verliert er recht abrupt seinen Job, denn der Chef (Jörg Hartmann) möchte sparen. Diese üble Nachricht kann Georg seiner angetrauten Ehefrau Johanna (Pia Hierzegger) nicht überbringen. Stattdessen wird sein Ex-Chef zum Ziel nächtlicher Rache-Aktionen. Die Sachbeschädigung beim verhassten Boss macht dabei allerdings erst den Anfang, Georg weitet seine Angriffe beständig aus. Parallel geht er tagsüber – er hat ja jetzt viel Zeit – einem interessanten Hobby nach: Gemeinsam mit seinem Freund Erich (Georg Friedrich) und dessen rumänischer Freundin Nicoletta (Crina Semciuc) bastelt er an einer alten Achterbahn. Die beiden Freunde wollen das Jahrmarkt-Geschoss wieder auf Vordermann bringen und wieder auf den Schienen sausen lassen. Nicht nur darin haben sie eine Gemeinsamkeit, auch was die Frustration durch ungerechte Behandlung im Job angeht, hat Erich ähnliche Erfahrungen wie Georg machen müssen. Die beiden Herren im mittleren Alter bestätigen sich gegenseitig und demontieren stetig ihre bürgerliche Existenz.

 

März
 

„Körper und Seele“

Drama Ungarn 2017, 116 min, Regie: Ildikó Enyedi

Körper und Seele: Der märchenhafte surreale Berlinale-Gewinner "Körper und Seele" handelt von zwei ungleichen Menschen, die sich jede Nacht denselben Traum teilen.

Jede Nacht träumen Endre (Géza Morcsányi) und Mária (Alexandra Borbély) voneinander. Ohne sich zu kennen, begegnen sie sich als Hirsch und Hirschkuh auf einer verschneiten Lichtung, beschnuppern einander, laufen durch den Wald. Dann dämmert wieder der triste Alltag. Endre ist Finanzchef in einem ungarischen Schlachthof, Mária wiederum fängt gerade dort einen neuen Job als Qualitätskontrolleurin an. Noch wissen sie nichts von ihrem geteilten Geheimnis. Doch als im Schlachthof ein libidosteigerndes Präparat zur Rinderzüchtung gestohlen wird, müssen alle Mitarbeiter einen psychologischen Test absolvieren. So erfahren Mária und Endre, dass sie sich jede Nacht im Traum begegnen.
Doch während die Begegnung im Traum ganz einfach und magisch geschieht, haben Endre und Mária im echten Leben mit einigen Hindernissen zu kämpfen. So leichtfüßig und feenhaft Mária auf den ersten Blick erscheinen mag, tatsächlich kämpft die Autistin mit ihrer Angst vor Nähe. Im sozialen Miteinander fühlt sie sich dauernd deplatziert und weiß nie, wie sie sich richtig verhalten soll. Endre wiederum ist wesentlich älter als Mária und von der Liebe enttäuscht. Nur langsam, zaghaft entwickelt sich romantische Beziehung zwischen den beiden Angestellten eines Schlachthofs, die jede Nacht träumen, sich als Hirsche zu begegnen.