2020

 

 Januar

„Gegen den Strom“

Drama Island 2018, 101 Min, ab 6 Regie: Benedikt Erlingsson

Scharfzüngiges Drama aus Island um eine Umweltaktivistin, die mit Sabotageakten
gegen die Industrie kämpft - bis plötzlich ein langersehnter Traum wahr wird.

Die gutherzige 50-jährige Isländerin Halla (Halldóra Geirharðsdóttir) macht von außen einen ganz unscheinbaren Eindruck. Doch neben ihrem Beruf als Chorleiterin ist Halla eine radikale Umweltaktivistin, die unter dem Decknamen „The Woman of the Mountain“ mit Vandalismus und Industriesabotage gegen einen Aluminiumhersteller vorgeht, der ihr Land zerstört. In den Medien wird Halla als Gefahr für die hart arbeitende Bevölkerung dargestellt. Stimmt das wirklich?

Mit ihren Sabotageakten ist Halla so erfolgreich, dass sie die Verhandlungen zwischen der isländischen Regierung und einem Großinvestor auf Eis legen kann. Gleichzeitig befindet sie sich im Konflikt mit ihrer Zwillingsschwester Ása (ebenfalls Halldóra Geirharðsdóttir), einer Yoga-Lehrerin, die von Gewalt nichts hält. Dann bekommt Halla eine unerwartete Nachricht: Vor langer Zeit hatte sie einen Adoptionsantrag gestellt. Nun wurde ihr das Sorgerecht für ein Waisenkind aus der Ukraine bewilligt.

 

  

 

WINTERSPECIAL

 

Februar
  

„Nanouk“ 

Drama Bulgarien, Deutschland, Frankreich 2018, 97 Min, ab 6
Regie: Milko Lazarov

Bildgewaltiges Drama über den Eisfischer Nanouk, der in den Eiswüsten Jakutiens lebt
und sich auf eine Reise begibt, um seine entfremdete Tochter zu suchen.

Der alte Rentierhirte und Eisfischer Nanouk (Mikhail Aprosimov) lebt gemeinsam mit seiner Frau Sedna (Feodosia Ivanova) in der kalten Eiswüste von Jakutien im asiatischen Teil von Russland. Sie sind die letzten, die in der lebensfeindlichen Umgebung geblieben sind und die längst vergessenen Traditionen ihrer Kultur bewahren. Doch rund um die Fellhütte der beiden verändert sich die Umwelt. Der Klimawandel lässt das Eis schmelzen und eine mysteriöse Krankheit tötet die Wildtiere.

Hin und wieder bekommt das alte Paar Besuch von Sohn Chena (Sergei Egorov), der nicht nur Feuerholz mitbringt, sondern auch den Geschichten von Nanouk zuhört. Einzig zur Tochter Ága (Galina Tikhonova), die die Familie im Streit verlassen hat, haben die Eltern keinen Kontakt mehr. Ága arbeitet inzwischen in einer entfernten Diamantenmine. Nanouk macht sich auf die Reise, um seine Tochter noch einmal zu sprechen.

 

 

 

17.00 Uhr Kindervorstellung!

20.30 Uhr für Erwachsene

 

„Ailos Reise“

Dokumentarfilm Finnland, Frankreich, Norwegen 2019, 86 Min, ab 0 Regie: Guillaume Maidatchevsky

Die Dokumentation erzählt in bezaubernden Bildern von den Abenteuern, die ein Rentier in seinem ersten Lebensjahr erlebt - mit der Stimme von Anke Engelke.

Das kleine Rentier Ailo kommt im Frühjahr zur Welt, als die Herde aus ihrem Winterquartier in den Bergen in die sonnigen Täler hinabzieht. Lappland im Norden Finnlands ist von hohen Bergen, malerischen Fjorden, dichten Wäldern und satten Wiesen durchzogen. Doch Ailos muss schnell lernen, wenn er in der Wildnis überleben will. Mithilfe seiner Mutter gelingt es ihm jedoch schnell, sich der restlichen Herde wieder anzuschließen.

Mit der Herde erlebt Ailo sein erstes Jahr in Lappland. Das neugierige Rentier lernt seine Umwelt und die Gesetze der Natur kennen. Dabei begegnet er immer wieder anderen Tieren wie jungen Hasen, Eichhörnchen und wuselige Hermeline kennen. Doch nicht alle Tiere sind so verspielt wie die Hasen. Auch eine Gruppe von Wölfen verfolgt die Herde, während der Polarfuchs durch den Schnee streift.

 

 

 

 März
 

Yuli

Drama Frankreich, Großbritannien, Kuba, Spanien 2019, 110 Min, ab 6 Regisseurin: Icíar Bollaín

Biopic über den kubanischen Balletttänzer Carlos Acosta, der auf den Straßen von Havanna aufwuchs
und zum Star des renommierten Royal Ballett in London wurde.

Der junge Carlos Acosta (Edilson Manuel Olbera) wächst in Havanna in einem armen Umfeld auf. Sein Vater Pedro (Santiago Alfonso), Sohn einer Sklavin, arbeitet als Truck-Fahrer und erzieht den Sohn streng und auch mit Gewalt, die Mutter leidet an häufigen Krankheiten. Oft treibt sich Acosta auf der Straße herum. Von seinem Vater, der ihn immer nur Yuli nennt, wird der Junge jedoch gezwungen, die staatliche Ballettschule zu besuchen. Nur langsam erkennt auch der Junge, welches Talent in ihm steckt.

Von seiner Mentorin Chery (Laura De La Uz) bekommt der junge Balletttänzer schließlich ein Stipendium angeboten. Als Yuli (Keyvin Martínez) verlässt er seine Heimat und bereist er die Bühnen der Welt. Im Alter von 25 kommt er schließlich an das Royal Ballett in London. Carlos Acosta wird der erste schwarze Tänzer, der einen Romeo spielt.
Er begeistert das Publikum. Doch sein Heimweh ist geblieben.
Erst nach langen Jahren kommt Acosta (Carlos Acosta selbst) nach Kuba zurück.