Februar

"Rausch"

Drama, Dänemark 2020, 117 Min, ab 12

Dänische Tragikomödie mit Mads Mikkelsen, der sich als Lehrer einem Experiment unterzieht, fortan nur noch mit Alkoholpegel zu unterrichten.

Martins (Mads Mikkelsen) Leben folgt einem immerwährend gleichen Trott. Als Gymnasiallehrer kann er die Schüler*innen nur noch bedingt motivieren, seiner Ehe fehlt es an Leidenschaft und generell durchlebt er eine Phase ohne ausgeprägten Enthusiasmus.

 Als er bei einem Abend mit seinen drei Kollegen Tommy (Thomas Bo Larsen), Nikolaj (Magnus Millang) und Peter (Lars Ranthe) auf die großen Philosophen der Welt zu sprechen kommt, wird eine Theorie in die Runde geworfen, die sie auf den Prüfstand stellen möchten. Ein norwegischer Philosoph ist der Meinung gewesen, dass der Mensch mit 0,05 ‰ im Blut zu wenig geboren wurde, um ein erfülltes Leben zu führen. Der Alkohol weckt schließlich nicht nur die müden Geister, sondern lockert zugleich die Zunge. Am nächsten Tag lässt die Vier die Idee nicht los. Sie beschließen einen Selbsttest: Während der Arbeitszeit wollen sie einen Dauerpegel von 0,05 ‰ halten, um den Unterricht spannender zu führen. 

Erste Ergebnisse sind mehr als zufriedenstellend und der Drang nach einem härteten Stoff wird für Martin und seine Freunde schon bald zur Belastungsprobe, die nicht nur ihren Job in Gefahr bringt, sondern auch ihr Privatleben.

 

März

"Nosferatu"

Horrorfilm, Deutschland 1922, 85 Min, ab 16

100 Jahre nach Erstausstrahlung
                    zeigen wir den Film im Schloss Klippenstein

Die Premiere von Nosferatu fand am 4. März 1922 im Marmorsaal des Zoologischen Gartens Berlin statt. Zu dieser als großer Gesellschaftsabend geplanten Veranstaltung wurde unter dem Titel „Das Fest des Nosferatu“ geladen, wobei das Erscheinen der Gäste in  Biedermeierkostümen erwünscht war.

Der grausamste und künstlerisch wertvollste deutsche Horrorfilm: Friedrich Wilhelm Murnaus Stummfilm-Jagd auf einen Vampir.

 Anfang des 19. Jahrhunderts reist der Makler Hutter nach Transsylvanien, wo er mit dem Grafen Orlok einen Kaufvertrag über ein Haus in seiner Heimatstadt abzuschließen gedenkt. Orlok entpuppt sich jedoch als Vampir, zwingt Hutter unter seine Kontrolle und bricht nach Wisborg auf, um nach der schönen Frau zu sehen, deren Bild er bei Hutter fand. Auch Hutter, der sich befreien konnte, eilt nach Wisborg zurück, wo es zwischen Pesttoten und Rattenheeren zur entscheidenden Auseinandersetzung kommt.



April

„Unterwegs mit Jacqueline“ 

 Komödie, Frankreich /Marokko 2015, 92 min,  ab 0 Jahre  


Komödie und Roadmovie durch Frankreich um einen algerischen Bauern,
der seine Kuh bei einer Landwirtschaftsausstellung präsentieren will.

In einem algerischen Dorf lebt Fatah mit seiner Familie ein beschauliches Leben. Als zweifacher Familienvater könnte man meinen, dass sein ganzer Stolz seine Kinder seien. Falsch gedacht: mit größerer Hingabe kümmert er sich um seine Kuh Jacqueline, die er liebend gern auf der großen Landwirtschaftsmesse im fernen Paris der Öffentlichkeit präsentieren möchte. Doch bei der alljährlichen Anmeldung wurde er bislang nicht mit einer Einladung bedacht – bis jetzt. Als er eine Zusage aus Frankreich erhält, hat die Sache jedoch einen Haken: für Anreise und Unterkunft muss jede Person mitsamt Viehzucht selbst aufkommen. Während Fatah am liebsten sofort losstürzen würde, fehlt ihm jedoch das nötige Kleingeld. Doch die Dorfgemeinschaft finanziert ihm seine Reise – so eine Chance bietet sich schließlich nur einmal im Leben. Nach der Überfahrt auf dem Mittelmeer möchte er mit Hilfe seines Schwagers Hassan von Marseille aus die Reise nach Paris zu Fuß antreten. Während dieser jedoch ein großes Geheimnis hütet, erleben Fatah und Jacqueline quer durch Frankreich so manche
Überraschungen und Probleme. Schaffen Sie es rechtzeitig in Paris anzukommen?






Mai

"Nomadland"

Drama USA 2020, 108 min, ab 0 Jahre

Roadmovie und Drama um eine Frau, die durch den Westen der USA von Job zu Job reist und das Leben als Nomadin erkundet.

 Fern ist Anfang 60 und hat nicht mehr viel in ihrem Leben. In einem rostigen Van reist sie durch den Westen der USA. Ihre letzten Habseligkeiten passen in das Gefährt, als Erinnerung an ihren verstorbenen Mann trägt sie seine Jacke. Fern bleibt nie länger, als sie muss, und doch so lang, um sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser zu halten. Von Toilettenputzen auf einem Campingplatz über einem Aushilfsjob bei Amazon bis hin zu Arbeit in einem Imbiss arbeitet sie immer so lange, wie sie darf und will, um genügend Geld für Benzin und das Wenige, was sie sonst zum Leben braucht, zu verdienen. Ihr Heimatort Empire wurde zur Geisterstadt erklärt, als 2011 der größte Arbeitgeber seine Fabrik schloss und die Anwohner ihre Häuser zurücklassen mussten, um anderswo ein Leben aufzubauen. Doch auch ihrer Reise ohne Ziel ist Fern nicht immer allein, sondern lernt dabei zahlreiche Menschen kennen, die ebenso aus Neugier, Verlust, Trauer oder Wunsch heraus ihr mobiles Leben begonnen haben.

!u.a. Oscar für den besten Film des Jahres 2021!

August

"Edie - Für Träume ist es nie zu spät"

Tragikomödie GB 2017, 102 min, ab 0 Jahre, Regie: Simon Hunter

Drama über die betagte Edie, die sich einen seit Jahrzehnten gehegten Wunsch erfüllt:
Sie will den Suilven-Berg in den schottischen Highlands besteigen.

Die 83-jährige Edith Moore (Sheila Hancock) hat ihr halbes Leben lang nur an andere gedacht: Von ihrem Ehemann von Anfang an in die Rolle der Hausfrau und Mutter gedrängt, musste sie sich 30 Jahre lang um ihn kümmern, da er in Folge eines Schlaganfalles an den Rollstuhl gefesselt war. Nach seinem Tod leitet Tochter Nancy (Wendy Morgan) schon alles in die Wege, ihrer Mutter einen Heimplatz zu besorgen. Doch der betagten Dame steht der Sinn nach etwas ganz anderem!
Auf eigene Faust nimmt sie Reißaus und verwirklicht sich einen jahrzehntelang gehegten Traum: Den Suilven in den schottischen Highlands besteigen. Am Zielbahnhof angekommen, rennt sie Jonny (Kevin Guthrie) über den Haufen, der seine Freundin verabschieden will.
Auch wenn sich die mürrische Edie anfangs wenig begeistert zeigt, kommt Jonny ihr gerade recht. Er arbeitet in einem Sportgeschäft, in dem sie sich mit neuer Wanderausrüstung ausstatten kann. Außerdem braucht sie einen Bergführer, wozu sich der junge Mann, der quasi immer knapp bei Kasse ist, gegen eine entsprechende Bezahlung bereitwillig zur Verfügung stellt.

 

September

Open Air im Hof der Kinobar

"Wunderschön"

Episodenfilm Deutschland 2022, 131 min, ab 6 Jahre, Regie: Karoline Herfurth

IIn ihrer dritten Regiearbeit holt Karoline Herfurth Nora Tschirner und Emilia Schüle vor die Kamera.    

Egal ob Jung oder Alt, Mann oder Frau – einem bestimmten Schönheitsideal nachzueifern kennt wohl fast jeder von uns. Da geht es der jungen Mutter Sonja (Karoline Herfurth) nicht anders, nach zwei Schwangerschaften kämpft sie mit ihrem Körpergefühl und um die Beziehung zu ihrem Mann Milan (Friedrich Mücke). Auch Frauke (Martina Gedeck), kurz vor ihrem 60. Geburtstag, teilt dieses Schicksal und fühlt sich für ihren Mann nahezu unsichtbar. Tochter Julie (Emilia Schüle) feilt derweil an ihrer Modelkarriere, doch immer wieder wird ein Makel an ihrem Körper entdeckt…Ganz anders geht Sonjas Freundin Vicky (Nora Tschirner) mit dem Thema um, die sich für „Body Positivity“ stark macht und versucht, ihrem Umfeld Mut zu machen. Und einem Partner muss man schließlich sowieso nicht gefallen, da sich Mann und Frau in Liebesdingen eh nie auf Augenhöhe begegnen werden. Ihr neuer Kollege Franz (Maximilian Brückner) würde sie aber gerne eines Besseren belehren…